Malaria
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich in den Monaten Oktober bis Mai durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Die Inkubationszeit kann Wochen oder Monate betragen. In Paraguay kommt nur die weniger gefährliche Form der Malaria vor (Malaria tertiana durch Plasmodium vivax).
Ein geringes bis mittleres Übertragungsrisiko besteht in einzelnen ländlichen Gebieten der Departements Alto Paraná, Caaguazú und im Südosten von Canendiyú. Ein eher geringes Risiko besteht im Dreiländereck des Departements Boqueron im Westen sowie entlang des Paraná-Flusses im südlichen Grenzgebiet zu Argentinien.
Eine Chemoprophylaxe ist für Paraguay nicht sinnvoll. Für längere Aufenthalte in den ausgewiesenen Endemiegebieten wird die Mitnahme einer Dosis Chloroquin (z. B. Resochin(r)) zur Notfallselbstbehandlung (sog. standby-Medikation) empfohlen. Die Dosierung und die persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. [...]
